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Im Alltag Nachbarn - Im Notfall Partner
Termine im 1. Quartal 2012
Die derzeit aktuelle FwDV3, Download von der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz in Koblenz FwDV3 Rauchmelder retten Leben! Wo Feuer ist, da ist auch Rauch. Allerdings ist Rauch oftmals gefährlicher als das Feuer selbst, vor allem, wenn ein Feuer nicht rechtzeitig bemerkt wird -z.B. nachts, wenn im Haus alle schlafen und die sich entwickelnden Rauchgase zur tödlichen Falle werden. Rauchmelder können Leben retten, deswegen sind sie in Rheinland-Pfalz bei allen -auch privaten- Neu und Umbauten vorgeschrieben. Für Bestandsbauten besteht eine Nachrüstpflicht mit Frist bis spätestens Juli 2012. Alle Schlaf - und Kinderzimmer sowie Flure, die als Fluchtweg von Aufenthaltsräumen dienen, müssen dann mit mindestens einem Rauchmelder ausgerüstet sein.
Rauchmelder für den Privathaushalt arbeiten in der Regel photoelektronisch nach dem Streulicht- Prinzip. Eine Infrarot- LED sendet einen Lichtstrahl aus, der im "Normalfall" nicht auf eine entsprechende Fotodiode fällt. Dringt Rauch in die Lichtkammer des Melders ein, wird von den Rauchpartikeln ein Teil dieses Lichts auf die Fotodiode gestreut, die daraufhin die Alarmierung aktiviert. Der Melder sendet einen durchdringenden Piepton aus, der in 3m Entfernung eine Lautstärke von mindestens 85dB(A) aufzuweisen hat. Damit sollen insbesondere auch schlafende Personen alarmiert werden. Rauchmelder dienen also in erster Linie dem Personenschutz. Die Geräte habe eine eigene unabhängige Spannungsquelle, meist in Form einer 9 Volt - Blockbatterie (E- Block), die etwa 2-3 Jahre arbeitet und danach ersetzt werden muss. Ein notwendiger Batteriewechsel wird dabei vom Melder durch ein akustisches Signal angezeigt. Es ist nicht ratsam, einen Rauchmelder aus falsch verstandener Sparsamkeit mit einem Akku zu betreiben. Im Gegensatz zur Batterie sinkt bei einem entladenen Akku die Spannung so schnell, dass die vorgesehene Warneinrichtung eventuell nicht mehr funktioniert. Das Ergebnis ist ein funktionsloser Melder, der dann schlicht in Vergessenheit gerät. Fast alle Melder haben eine zusätzliche optische Funktionsanzeige, meist eine LED, die in regelmäßigen Abständen kurz aufleuchtet und damit Betriebsbereitschaft signalisiert. Außerdem besitzt ein Rauchmelder eine Prüftaste zum Simulieren des Alarmtones. Ein guter Rauchmelder ist für etwa 20 -30 Euro zu haben, von allzu billigen Geräten ist abzuraten. Das VDS- Zeichen (Verband der Schadensversicherer) sollte am Gerät vorhanden sein. Die Melder sind möglichst an der Decke eines Raumes und in Fluren bzw. Treppenhäusern am höchstmöglichen Punkt anzubringen. Ein Abstand von 0,5m zu Wänden und hohen Schränken sollte eingehalten werden. In Badezimmern und Küchen sind Rauchmelder meist nicht sinnvoll, da beim Entstehen von (Wasser)-Dampf Fehlalarm ausgelöst werden kann. Es gibt auch vernetzbare Rauchmelder. Die Vernetzung erfolgt entweder über Funk oder über Kabel. Bei Neu - oder Umbauten sollte die Vernetzung über Kabel überdacht werden. Hier wird von Melder zu Melder eine Verbindung mit Fernmeldekabel JY(St)Y 2x2x0,6mm² aufgebaut, die an jeden Melder angeschlossen wird. Beim Auslösen eines Melders wird auf die Leitung ein Spannungssignal gelegt, dass von den anderen angeschlossenen Meldern verarbeitet wird. Ansonsten ist auch eine Verbindung über Funk möglich, hier sind die entsprechenden Geräte etwas teurer. Eine Vernetzung der Melder ist eine zusätzliche Maßnahme, sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Oliver Zerres |
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